CLIMATE PANDEMICS. Dark Euphoria
Eine Ausstellung des MAK


Kerstin von Gabain, leek (human thigh bone), 2020 © Kerstin von Gabain

Eine Ausstellung des MAK

Die Ausstellung CLIMATE PANDEMICS: Dark Euphoria nimmt Science-Fiction-Literatur, speziell Climate Fiction, als Ausgangspunkt für künstlerische Reflexion: Sie spielt mit der Fähigkeit des Genres, Umweltthemen mit der Erfahrung zu verknüpfen, so in einer anderen Welt zu leben, als ob wir ein Teil dieser Welt wären. 

Zwei in Wien lebende bildende Künstler*innen wurden eingeladen, neue Arbeiten für die Ausstellung zu entwickeln. Für ihre in Wachs oder Gips abgeformten skulpturalen Arbeiten befasst sich Kerstin von Gabain mit (menschlichen) Knochen, Knochenwerkzeugen, Tierknochen-Orakeln und der Verwendung fossiler Knochen, um die aDNA (von engl. Ancient DNA) längst ausgestorbener Spezies zu sequenzieren. Ivan Pérard schafft filigrane Skulpturen in 3-D-Druck, die in ihrer Form an Fragmente mysteriöser organischer Maschinen aus einer hochtechnisierten Zukunft erinnern. Der Künstler interessiert sich für die Theorie, dass sich molekulare Nanotechnologie selbst replizieren (Grey goo-Szenario). Im Fall einer Eskalation käme es dabei zur „Ökophagie“, dem Auffressen der eigenen Umwelt, was letztlich sämtliches Leben auf der Erde auslöschen würde. 

Die Ausstellung zeigt die Archäologie einer Zukunft, die so vielleicht nie stattfinden wird. Mit dem Untertitel „Dark Euphoria“ stellt das Projekt die „Angstlust“ zur Disposition, mit der wir fiktive und mythologische Weltuntergangsszenarien rezipieren. Doch Climate Fiction birgt auch immer einen Kern wissenschaftlicher Wahrheit in sich …

Künstler*innen: Kerstin von Gabain, Ivan Pérard
Kuratorin: Marlies Wirth 

CREATIVE CLIMATE CARE GALERIE
MAK – Museum für angewandte Kunst, Stubenring 5, 1010 Wien

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Datum
28.05. – 03.10.

Ort
MAK

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