CLIMATE CARE
Stellen wir uns vor, unser Planet hat Zukunft


Thomas Wrede, Rhonegletscher-Panorama II, 2018, Courtesy Beck & Eggeling © Thomas Wrede/VG Bild-Kunst, Bonn

Eine Ausstellung des MAK

CLIMATE CARE. Stellen wir uns vor, unser Planet hat Zukunft ist der umfassende, spartenübergreifende Hauptbeitrag des MAK zur VIENNA BIENNALE FOR CHANGE 2021. Ausgehend von der Vorstellung, dass PLANET LOVE keine Einbahnstraße ist, sondern unsere Liebe von der Erde in vielfältiger Weise erwidert wird, hat die Ausstellung zum Ziel, anhand vielfältiger Beiträge aus Design, Kunst, Architektur, Urbanismus, Technologie und sozialen wie kulturellen Initiativen zukunftsweisende Ansätze für einen radikalen zivilisatorischen Wandel, eine Große Transformation von Ge-sellschaft, Wirtschaft und Politik aufzuzeigen.

Climate Care (Klimafürsorge) kann nicht auf Anstrengungen zur Dekarbonisierung und zur Erreichung von Klimaneutralität reduziert werden, die Gesellschaft braucht vielmehr eine ganzheitliche Vision, die ökologisches Handeln in den Mittelpunkt stellt und mit Nachdruck auch soziale Aspekte einbezieht – eine Vision, die generationenübergreifend gedacht und der Klimagerechtigkeit („Climate Justice“) verpflichtet ist. Auf dieser Grundlage reflektiert die interdisziplinäre Ausstellung Potenziale von Klimaschutz, Anpassung, Geo-Engineering, Regeneration und Kreislaufdenken in unterschiedlichen Kontexten und zeichnet ein positives Bild der Ermächtigung durch das Zusammenwirken aller Lebewesen für die Zukunft unse-res Planeten Erde.

Die Gestaltung unserer Umwelt und unseres Klimas, mit besonderem Augenmerk auf Lebens- und Wirkungsbereiche wie Wohnen, (Er-)Nähren, Bewegung, Zusammenarbeit, Erzeugen, Gesundheit und Kultur, wird dabei als wesentlicher Beitrag zu einer neuen „Klimagesellschaft“ verstanden, die gerade durch das Potenzial von Designstrategien, künstlerischer Arbeit, Urbanismus und neuen technologischen Möglichkeiten wesentliche Ideen und Impulse für individuelle und kollektive Handlungsmacht erhalten kann.

Aus einer globalen Perspektive gedachte neue Ansätze reflektieren dabei immer auch zurück auf Wien. Als eine der lebenswertesten Städte der Welt wird Wien kritisch auf ungenutzte Potenziale hin untersucht. In dieser Hinsicht hinterfragt die Ausstellung die Stadt als Repräsentation unserer Welt. Ziel ist es, Wien neu zu denken, Prozesse freizulegen und modellhafte Wege für eine klimafürsorgende Gemeinschaft zu erarbeiten.


Angesichts der Risiken durch die ökologische Gesamtkrise schlägt die Ausstellung einen radikalen Richtungswechsel vor, ausgehend von einer Vielfalt von „Mikro-Revolutionen“, die sich zu einer großen visionären Erzählung verdichten – der Erzählung einer Weltgemeinschaft sämtlicher Spezies der Erde, natürlichen Ursprungs oder künstlich generiert – und die Voraussetzungen für hoffnungsvolle Wege gemeinsamer nachhaltiger Zukunft schaffen.

KuratorInnen: Anab Jain, Designerin und Professorin, Leiterin des Programms Design Investigations, Universität für angewandte Kunst Wien; Hubert Klumpner, Architekt und Professor für Architektur und Städtebau, ETH Zürich; Marlies Wirth, Kuratorin Digitale Kultur, Kustodin MAK-Sammlung Design; Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor, MAK, und Leiter der VIENNA BIENNALE

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Datum
28.05. – 03.10.

Ort
MAK

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