Was wollen wir?
Dimensionen eines neuen digitalen Humanismus

Seit November 2016 untersucht der Vienna Biennale Circle, ein Thinktank vorwiegend in Wien lebender Persönlichkeiten verschiedener Kreativsparten, zentrale Fragen und Perspektiven unserer Zeit. Er bedient sich der Form des Manifests, um mögliche Annäherungen an eine Welt zu postulieren, in der wir auch in Zukunft gerne leben möchten. Das Manifest mit dem Titel Was wollen wir? Dimensionen eines neuen digitalen Humanismus liefert Anregungen zu einer Neuorientierung unserer Gesellschaft vor dem Hintergrund des zunehmenden Miteinanders von Mensch und digitaler Maschine. Nach ausführlichen Diskussionen haben wir uns auf 11 Fragen geeinigt und eine Reihe von Schlüsselbegriffen und Antworten auf diese Fragen formuliert (siehe unten).

Der Vienna Biennale Circle lädt Sie dazu ein, sich die Zeit zu nehmen, um über diese grundlegenden Fragen des Lebens in der Digitalen Moderne nachzudenken. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Kommentare und Anregungen übermitteln.

Laden Sie die VIENNA BIENNALE-App herunter und machen Sie mit! Die App ist so programmiert, dass Sie Ihr eigenes digitales Manifest kreieren, indem Sie die Antworten, die Sie nicht mögen, weglassen und diejenigen behalten, denen Sie zustimmen.


#bewusst #emotional #humorvoll #sozial #verliebt #intelligent #(gleich)wertigkeit #vielfalt #fürsorglich #verantwortungsvoll #gefordert #aufgeklärt #neugierig

Wie wollen wir Mensch sein?

  • Wir wollen menschlich und unvollkommen sein, nicht übermenschlich und vollkommen.
  • Wir wollen Fragen stellen und etwas über die Welt und ihr komplexes Ökosystem erfahren können.
  • Wir wollen uns eigene Ziele setzen können und eine realistische Aussicht haben, diese umzusetzen.
  • Wir wollen in der Lage sein, glücklich zu sein, nach Großem zu streben und, wenn nötig, zwischen beidem zu wählen.
  • Wir wünschen uns zwischenmenschliche Beziehungen. Folglich wollen wir einander verstehen, oft durch Kunst.
  • Wir wollen uns immer wieder neu erfinden.
  • Wir wollen ruhen, wann immer uns danach ist.
  • Wir wollen in unserem Leben bedeutungsvolle Entscheidungen treffen, ob groß und folgenreich oder klein und alltäglich.
  • Wir wollen die Gesellschaft verändern. Wir wollen das Gefühl haben, eine Aufgabe und einen Platz in der Welt zu haben: Das war stets eine treibende Kraft in der Geschichte und die Grundlage für den anhaltenden Einfluss von Religion – auch der weltlichen Religionen von heute.
  • Wir wollen, dass menschliche Eigenschaften und Werte von Technologie geprägt werden, und umgekehrt.

#komfort #ermächtigung #(gleich)wertigkeit #gesundheit #sicherheit #zugang  #transparenz #fantasie #optionen

Was wollen wir von Technologie?

  • Dass sie uns dient und mit uns kooperiert, uns jedoch nicht versklavt.
  • Dass sie uns Erkenntnisse über uns selbst liefert und uns hilft, besser mit anderen zusammenzuleben, auch mit unseren NachbarInnen.
  • Dass sie den Klimawandel aufhält und uns hilft, unseren Planeten zu erhalten, statt ihn zu zerstören.
  • Dass sie Ungleichheit reduziert.
  • Dass sie uns Möglichkeiten bietet.
  • Dass sie uns ermöglicht, unsere Ziele besser bzw. weniger aufwendig (einschließlich schneller) zu erreichen.
  • Dass sie uns Dinge offenbart, von deren Existenz wir nichts wussten, wodurch sich unser Horizont an Möglichkeiten erweitert und unsere Ziele sich ändern.
  • Dass sie uns niemals vollständig obsolet macht. Das heißt, es ist in Ordnung, wenn sie uns in einem Bereich obsolet macht und wir dafür in einem anderen mindestens ebenso – oder sogar noch mehr – gebraucht werden.
  • Dass sie uns staunen lässt und inspiriert ist von den Menschen, die sie erfinden.
  • Dass sie uns zu HerstellerInnen macht.
  • Dass sie uns besser verstehen lässt, dass Technologie selbst wertvoll ist.
  • Dass sie uns ermöglicht, zu experimentieren.
  • Wir wollen geeignete Sicherheitsvorkehrungen und Grenzen für Technologie. Wir wollen nicht, dass sie möglichst schnell und wahllos auf den Markt kommt, besonders in kritischen Systemen. Wir müssen allerdings im Auge behalten, dass nicht nur Technologie gehackt werden kann, sondern auch wir selbst, und dass wir auf die Schwächen einer Technologie nicht überreagieren sollten. Wir sollten Technologie als Hilfsmittel für unsere eigenen Schwächen sehen, aber auch als etwas, das selbst Schwächen haben kann.

#empathie #solidarität #friedlich #respekt #resonant #tolerant #teilend #verbundenheit #stärkung der frauen #mitbestimmung #commoning #freiheit #sex #(gleich)wertigkeit

Wie wollen wir zusammenleben?

  • Technologien prägen Gesellschaften. Wir dürfen Technologie niemals von gesellschaftlichen Fragen trennen.
  • Wir wollen als eine Weltbevölkerung leben, die lokale und globale Bedürfnisse, Unterschiede und Gemeinsamkeiten versteht. Wir sollten Unterschiede nicht als Hindernisse sehen, sondern als Mittel zur gegenseitigen Bereicherung.
  • Wir neigen dazu, Kontrolle über andere ausüben zu wollen, während wir selbst frei von Kontrolle sein wollen. Wir brauchen ein System, dass uns zwingt, gemeinsam an kollektiven Problemen zu arbeiten, uns aber in Bereichen, wo dies keine Folgen für andere hat, frei von Einflussnahme lässt.
  • Wir wollen vielfältige Optionen: von der Nähe zu anderen bis zur „splendid isolation“. Technologie kann uns helfen, das richtige Maß an Nähe und Distanz zu finden.
  • Wir wollen in der Lage sein, Führungspersonen zu finden und uns um sie herum zusammenzuschließen. Manche von uns wollen als Führungsperson anerkannt werden. Wir wollen auch, dass MentorInnen potenzielle Führungspersonen finden und ihnen helfen, es zu werden.
  • Wir wollen in der Lage sein, zumindest einen Teil unseres Lebens unabhängig und kreativ zu gestalten.
  • Wir wollen in der Lage sein, Familien zu gründen und Freundschaften zu schließen. Wir wollen mit ihnen auch Spaß haben können. Für gewöhnlich wollen wir Menschen helfen.
  • Manche Menschen wollen nicht zusammenleben, da sie sich um die Fähigkeit ihrer Gesellschaft, zu viele neue Menschen aufzunehmen, sorgen. Gleichwohl lässt Vielfalt Gesellschaften florieren.
  • Wir wollen Gemeinschaften innerhalb von Gesellschaften bilden, z. B. Branchenverbände, Schulen, Freundeskreise, aber auch andere Regierungsorganisationen (z. B. eine Stadt innerhalb eines Staats). Wir wollen uns eine Identität um zumindest eine Gemeinschaft herum aufbauen können.

#liebe #respekt #fürsorge #schutz

Was wollen wir für unseren Planeten?

  • Wir wollen eine bessere Umweltbildung.
  • Wir wollen unseren Planeten und das, was er uns schenkt, wie einen kleinen, wertvollen Gemeinschaftsgarten behandeln: nachhaltige Mitbenutzung seiner Ressourcen, Schutz/Erhaltung, Fairness und Zugang für alle, Mitverantwortung.
  • Wir wollen die intelligentesten Technologien zum Schutz unseres Planeten, die es uns z. B. ermöglichen, negative externe Effekte mit einzukalkulieren.
  • Wir wollen die besten Gesetze und Abkommen zum Schutz unseres Planeten.
  • Wir wollen unseren Planeten genießen und bereisen können.
  • Wir sollen die Natur achten.

#leistbare qualität #nachhaltig #verantwortungsvoll #fair #grundbedürfnisse #prosumentinnen

Wie wollen wir konsumieren?

  • Sofort.
  • Weniger!
  • Wir wollen uns mit dem, was wir konsumieren, identifizieren und dadurch Menschen mit ähnlichen Präferenzen finden.
  • Nachhaltig am Bedarf und nicht am Angebot orientiert: Was brauche/n ich/wir zum Leben? Statt: Was lässt sich verkaufen und kaufen?
  • Shoppen ist keine Freizeitbeschäftigung.
  • Wir wollen gemeinschaftliche und private, persönliche Produkte und eine klare Trennung zwischen beidem.
  • Wir wollen leistbare Dinge, die schön, hochwertig und gut gestaltet sind.
  • Wir wollen weniger Eigentum und mehr echtes Teilen.
  • Wir wollen nicht, dass das, was wir kaufen, uns besitzt.
  • Wir wollen Dinge, die wir für ethisch vertretbar halten, von ethisch handelnden Akteuren konsumieren.
  • Wir wollen wählen können, aber nicht aus so vielen Optionen, dass es uns erdrückt.
  • Wir wollen das Gefühl haben, unseren Konsum zu beherrschen. Suchterzeugende Einflüsse müssen unter Kontrolle gehalten werden.
  • Wir brauchen eine bessere künstliche Intelligenz für den Aufstieg der Commons (sowohl im Non-Profit-Bereich als auch auf dem Markt).
  • Bildung ist der Schlüssel zur Auslösung einer Konsumentenrevolution.
  • Wir wollen als KonsumentInnen nicht manipuliert werden.

#kreativität #bildung #handlungsfähigkeit #geisteswissenschaften #werte #nachhaltigkeit #open source

Was wollen wir lernen?

  • Alles, was wir wissen wollen.
  • Wer wir sind.
  • Mehr über unsere Mitmenschen und das Menschsein, vor allem durch große Kunst.  
  • Uns selbst und die Welt durch andere besser zu verstehen.
  • Was es heißt, im digitalen Zeitalter Mensch zu bleiben, und wie wir das nicht verlernen.
  • Unseren Horizont und unsere Fähigkeiten zu erweitern.
  • Was und wie wir konsumieren sollen.
  • Auf andere Weise zu leben und zusammenzuleben.
  • Manche Menschen wollen mehr über die Natur lernen.
  • Viele Menschen wollen mehr über etwas Bestimmtes lernen – ob Geschichte, Gesteinsformationen, Jagd, Physik oder Literatur.
  • Manche Menschen wollen tatsächlich nicht lernen, doch es ist nicht klar, ob dies ein berechtigter Wunsch ist, der respektiert werden sollte.
  • Wir wollen praktische Dinge lernen, die es uns ermöglichen, uns anzupassen und in einer Welt zu überleben, in der wir ein Einkommen brauchen. Dies rührt jedoch auch von dem Bedürfnis her, sich wichtig zu fühlen.
  • Wir wollen praktische Aufgaben schnell und einfach erlernen können.
  • Viele Menschen wollen ein Hobby ausüben, und überraschend viele Hobbys erfordern fortwährendes Lernen.
  • Wie wir unser Wissen teilen.

#wahlmöglichkeit #sinnvoll #(gleich)wertigkeit #vielfalt #(co-)kreativ

Wie wollen wir arbeiten?

  • Wir als Menschen definieren, was als Arbeit zählt.
  • Wir wollen eine Arbeit, die uns fasziniert und begeistert und die wir auch ohne Bezahlung machen würden.
  • Wir wollen von der Arbeit und nicht für die Arbeit leben. Wir wollen jedoch, dass die Option eines universellen Grundeinkommens weiter untersucht wird.
  • Wir wollen, dass unsere Arbeit das Leben anderer verbessert.
  • Wir wollen mit anderen Menschen arbeiten.
  • Wir wollen uns neue Arbeit vorstellen.
  • Wir brauchen Zeit und Ressourcen, um einen neuen Platz zu finden, wenn wir verdrängt werden, sowie Roboter, die darauf ausgerichtet sind, mit Menschen zu arbeiten.
  • Wir wollen unverminderten, sogar noch schnelleren Fortschritt, doch wir wollen sicherstellen, dass wir einen Platz darin haben.
  • Wir wollen, dass unsere Arbeit fordernd genug ist, dass wir uns anstrengen müssen, aber auch machbar, sodass wir sie erfolgreich bewältigen können.
  • Wir wollen, dass die Menschen, mit denen wir arbeiten, unsere PartnerInnen oder MentorInnen sind und unser Bestes wollen, dass sie kollaborativ, unterstützend und kollegial sind.
  • Manche Menschen wollen eine komplexe Arbeit und manche eine einfache Arbeit.
  • Wir wollen, dass potenzielle Kontakte offen sind, neue Menschen kennenzulernen und ihnen eine Chance zu geben.
  • Wir wollen, dass Unternehmen sinnvolle Einstiegsjobs bieten, sodass man zwischen Branchen wechseln kann und junge Menschen ihren Berufsweg beginnen können.
  • Wir wollen auch außerhalb unseres Jobs arbeiten können – ob an künstlerischen oder Nebenprojekten.
  • Wir wollen die Freiheit haben, Risiken einzugehen, ohne fürchten zu müssen, dass wir im Falle eines Scheiterns alles verlieren. Damit werden die Vorteile anerkannt, dass Menschen für ihre Risiken belohnt werden und der Staat dazu beiträgt, das Risiko abzuschwächen.
  • Wir wollen den Arbeitsbegriff erweitern. Jede Tätigkeit im Bereich der Fortpflanzung, Betreuung und Pflege (ob zu Hause oder nicht) muss als vollwertige Arbeit eingestuft und vergütet werden.

#gesellig #entspannt #zuflucht #gemütlich #resonant #leistbar

Wie wollen wir wohnen?

  • Auf möglichst viele verschiedene Arten – von unter den Sternen bis hin zur Smart City. Als NomadInnen und Sesshafte. In Städten oder in der Natur. Verbunden und getrennt. Gemeinsam und individuell.
  • Nachhaltig. Auf möglichst kleinem Raum (ein Zimmer), aber mit freiem Blick.
  • Mit genügend Platz in unserer Behausung, damit wir uns wohlfühlen.
  • Wo wir uns auch zurückziehen können.
  • In natürlicher Schönheit.
  • Wo wir gehen können und zugleich Zugang zu Mitteln haben, um große Entfernungen schnell zu überwinden.
  • An Orten mit genügend Vielfalt, um ab und zu etwas Neues auszuprobieren.
  • Mit Unterstützung, jedoch ohne übermäßige Regulierung oder Beanspruchung.
  • Letztlich wollen wir, dass sich unsere Behausung automatisch an uns anpasst.
  • Neue Technologien werden neue Formen von Wohnarchitektur ermöglichen.

#würde #freiheit #gleichheit #sicherheit #öffentlichkeit #privatsphäre #datensouveränität #selbstbestimmung #freier zugang #netzneutralität #pluralität und wettbewerb #recht auf vergessenwerden #bildung #arbeit #immaterialgüter

(Quelle: Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union)

Welche digitalen Grundrechte wollen wir?

  • Wir wollen, dass unsere Rechte in der digitalen Welt unseren Rechten in der physischen Welt entsprechen. Wir wollen beispielsweise auf unserem Computer dasselbe Recht auf Privatsphäre wie in unserem Zuhause. Uns ist bewusst, dass sich der Inhalt dieser Rechte ändern wird, doch im Moment schlägt das Pendel in die völlig falsche Richtung aus.
  • Wir wollen das Recht haben, außerhalb der digitalen Sphäre zu leben, wann immer wir uns dazu entschließen.
  • Wir fordern das Recht, nicht in einem Zustand der totalen Überwachung zu leben. Überwachung muss reguliert und transparent sein.  
  • Wir wollen das Recht haben, die Vorteile digitaler Technologien nutzen zu können und nicht von skrupellosen Akteuren davon abgeschnitten zu werden.
  • Wir haben das Recht auf digitale Bildung. Wir haben insbesondere das Recht, zu lernen, wie wir von Technologien beeinflusst werden und wie diese genutzt werden, um uns zu schaden oder zu helfen.
  • Wir brauchen kritische digitale Plattformen, um ein echtes Rechtsstaatsprinzip gegenüber Anschuldigungen zu haben, und ein Verfahren gegen Missbrauch. Ebenso brauchen wir ein Verfahren für die Rehabilitierung und die Möglichkeit zum Wiedereintritt in die digitale Gesellschaft.

#gemeinwohl #entwicklung

Welche Rechte wollen wir für Roboter/Künstliche Intelligenz (KI)?

  • Wir wollen einen nachhaltigen Umgang mit Robotern/KI.
  • Dieselben Rechte, die jede fühlende Spezies haben sollte. Sobald wir eine echte allgemeine KI haben, werden wir eine Debatte darüber wollen, ob und wie weit diese als Person einzustufen ist. Vielleicht wollen wir ihr dann auch Rechte gewähren.
  • Derzeit wollen wir nicht, dass Maschinen ähnliche Rechte wie Menschen haben.
  • Wir wollen, dass sie frei von Vandalismus sind.
  • Wir wollen, dass sie in solchen Kontexten Entscheidungen treffen und umsetzen können, in denen ihre Entscheidungen gut nachvollziehbar und von höherer Qualität sind als jene von menschlichen EntscheidungsträgerInnen. Wenn Menschen und Maschinen unterschiedliche Arten von Fehlern machen, wollen wir außerdem, dass Roboter in Mensch-Roboter-Teams arbeiten können.
  • Das zentrale Recht, das Roboter/KI haben sollten, ist, für das Gemeinwohl zu arbeiten.
  • Digitale Monopole aufzulösen.

#gewaltenteilung #gegenseitiger respekt #vernunft und gefühl #aufklärung #einfühlungsvermögen #planetare intelligenz

Wie wollen wir mit einer Superintelligenz umgehen?

  • Wir wollen keiner Superintelligenz dienen.
  • Nicht in Knechtschaft oder Treue, sondern in derselben intelligenten Zuwendung, in der sie uns dienen soll.
  • Wir wollen möglichst überhaupt keine Superintelligenz, sondern unsere Forschung mit allergrößter Vorsicht vorantreiben, da eine Superintelligenz uns leicht überlisten könnte.
  • Sollte sich eine Superintelligenz entwickeln, so soll sie uns anleiten und uns ihre Argumente darstellen und erläutern, doch die endgültige Entscheidung soll bei uns liegen. Wir wollen außerdem eine Superintelligenz, die nicht in der Lage ist, uns auszuspielen und zu lernen, wie sie uns für ihre eigenen Ziele überzeugen kann.
  • Wir wollen, dass ihre Zielfunktion unser Gemeinwohl (nicht ihr eigenes) maximiert – auf Basis einer nachhaltigen Nutzung der Ressourcen unseres Planeten.
  • Wir wollen eine Superintelligenz, die uns Türen jenseits unserer derzeitigen Vorstellungkraft öffnet.
  • Wir wollen wissen, wer eine Superintelligenz besitzt und wie Entscheidungen bezüglich ihrer Entwicklung und Prioritäten getroffen werden.
  • Wir wollen von einer Superintelligenz, dass sie sicher ist.
  • Wir wollen, dass eine Superintelligenz Gemeinschaftseigentum ist und dass nachhaltige Wege gefunden werden, sie als Gemeingut zu behandeln.
  • In jedem Fall wollen wir sie beeinflussen und mit ihr kommunizieren können. Wir wollen nicht das Gefühl haben, dass sie uns ersetzt, auch wenn das der Fall ist.
  • Wir wollen, dass eine Superintelligenz Arbeiten erledigt, die wir als langweilig und leer empfinden.
  • Ja, wir können uns vorstellen, dass sich eine Superintelligenz in uns verliebt.

Das Team des Vienna Biennale Circle

Christoph Thun-Hohenstein (inhaltliche Leitung), Gerald Bast, Erwin K. Bauer, Mark Coeckelbergh, Janina Falkner, Anne Faucheret, Paul Feigelfeld, Gabriela Gantenbein, Harald Gruendl, Ulrike Haele, Miriam Kathrein, Beate Lex, Eva Meran, Elisabeth Noever-Ginthör, Hans-Jörg Otto, Bill Price, Doris Rothauer, Robert Trappl, Marlies Wirth und Evan Zimmerman

Kommunikationsdesign: buero bauer


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