ARTIFICIAL TEARS
Singularität & Menschsein – Eine Spekulation


ARTIFICIAL TEARS: Singularität & Menschsein – Eine Spekulation, Eine Ausstellung des MAK, Kiki Smith, Untitled, 1992/93, 12-teilige Installation, gespiegeltes Glas, Holzsockel © Wolfgang Woessner/MAK

Eine Ausstellung des MAK

"Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden", konstatierte der britische Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke. In der Gruppenausstellung Artificial Tears wird ein spekulatives Kapitel der Menschheitsgeschichte zitiert, das noch nicht geschrieben wurde: In Erwartung der vom amerikanischen Futuristen Ray Kurzweil prophezeiten "Singularität", die durch das exponentielle Wachstum von Technologien und superintelligenten maschinellen Schnittstellen herbeigeführt wird, rücken Ideen aus dem Bereich der Science-Fiction in den Fokus ernstzunehmender wissenschaftlicher Überlegungen.

Mit der Erweiterung bzw. "Optimierung" des menschlichen Organismus durch tragbare oder implantierte Computertechnologie, Nanotechnologie, gedächtniserweiternde Drogen ("Nootropics") und lebensverlängernde Maßnahmen werden gängige Vorstellungen und Lebensentwürfe völlig neu definiert - von Geschäftsmodellen bis zum menschlichen Lebenskreislauf, einschließlich des Todesbegriffs. Doch schon die ausgeklügelte "Biotechnologie" des Menschen - Tränenapparat, Angstzentrum oder die Fähigkeit zu Vertrauen und zu Vergessen - zeichnet ein komplexes Bild des "holistischen Systems" Mensch und seiner poetischen Ineffizienz. Künstlerische Arbeiten rund um den ungewissen Zustand zwischen Fortschritt und Archaik stehen im Zentrum der Ausstellung, die bewusst Zitate aus der Science-Fiction zum Realitätsabgleich bringt.

Kuratorin
Marlies Wirth, Kuratorin, MAK

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Datum
21.06. – 01.10.

Ort
MAK

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